Es nimmt kein Ende. Wer hoffte nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand würde alles etwas ruhiger, der sieht sich arg enttäuscht. Schon schwelt der nächste Brandherd:
Offenbar soll, gemäss Aussage eines Hilfsmechanikers des Pneuhaus Adam Touring, die Ehefrau des SF Chefmeteorlogen Thomas Bucheli, genau einen Tag vor dem ersten Schneefall bis ins Flachland, neue Winterreifen gekauft haben.
SRG Genraldirektor Roger de Weck wurde zwar informiert – man munkelt Jörg Kachelmann hätte den „Briefträger“ gespielt – entschied aber die Affäre unter den Teppich zu kehren. Deshalb wurde die Weltwoche involviert (für den Blick war die Geschichte zu unseriös). Man darf also gespannt sein mit welchen Märchen die Investigativ-Journallie die Glosse zum Skandal aufköppelt aufpäppelt.
Im Schatten dieses im Entstehen begriffenen Sturmes im Wasserglas, blieb ein weiterer Skandal bisher völlig unbemerkt. Weil die rechtsbürgerliche Qualitätspresse sich ausser Stande sieht, zwei Lügengebäude gleichzeitig aufzubauen und da die Affäre Hildebrand noch nicht ausgereizt ist (schliesslich ist Frau Widmer-Schlumpf noch immer im Amt), wurde die höchst anrüchige Angelegenheit an mich herangetragen. Hier also exklusiv der übernächste Schweizer Wirtschaftsskandal:
Die anonym bleiben wollende Raumpflegekraft E.T.* (*Name dem Blogger bekannt) bemerkte während einer Bildschirmreinigung in der SWISS Einsatzplanung für Piloten zufällig (!) einige ihr unverständliche Daten. Sie machte deshalb mit ihrem iPhone einen sogenannten Screenshot und postete diesen umgehend auf Facebook und Twitter. Leider interessierte sich keine Sau für diese langweiligen Posts. Frustriert wollte E.T. deshalb nach Hause telefonieren, vertippte sich aber mit ihrem grossen Zeigefinger auf dem kleinen Bildschirm ihres iPhones und landete so bei ihrem alten Schulfreund R.M.** (**Name geändert – R.M. steht für Reinhard Lei May), der bei der Ferienplanung der Fluglotsen die Türklinken poliert.
Da sie R.M. nun schon am Draht hatte, diskutierte E.T. ihr Problem mit ihm und schickte ihm die Screenshots. R.M. druckte diese auf dem erstbesten herumliegenden Blatt Papier aus. Es war die Ferienplanung einer bloggenden Fluglotsin Namens T.M. Nun fiel es R.M. wie Schuppen von den Augen: Hier war etwas ganz Grosses im Gange.
E.T.s Screenshots zeigten die Flugwünsche von drei Piloten. Captain D. und die SF/O G! und S.P. hatten ihre Flugwünsche so platziert, dass sie zeitlich genau mit dem Ferienstart und -ende von T.M. zusammenfielen. Konnte dies Zufall sein?
R.M. kontaktierte in der Folge den befreundeten, freigestellten IT Berater einer Schweizer Privatbank R.T., welcher das Computervirus Stussnet so umprogrammierte, dass er damit die privaten Computer der verdächtigen Piloten und der ATC Controllerin ausspionieren konnte.
Diese verdeckte Ermittlung förderte einen regen email Verkehr zwischen den vier verdächtigen Protagonisten zu Tage, der beweist, dass im Vorfeld der Flugwünsche massiv geheime Absprachen getätigt wurden und dass T.M. wenige Tage vor Eingabe der verdächtigen Flugwünsche auf den entsprechenden SWISS Flügen einen Sitzplatz gebucht hatte. Zudem zeigte sich, dass nebst T.M. auch die drei verdächtigen Piloten zur Blogger Gemeinde gehören und dass sie, zusammen mit einem vierten, unter dem Pseudonym nff agierenden Pilotenblogger, vor Weihnachten von T.M. mit Weihnachtsguetsli beliefert wurden. Zumindest Captain D. kann im Gegenzug die Bestechung der Fluglotsin T.M. mit Schokolade zweifelsfrei nachgewiesen werden. Schliesslich hatten sowohl die Piloten auf ihren Dienstreisen, als auch T.M, anlässlich einer angeblich privaten New York Reise im Dezember, Devisengeschäfte in der Höhe von mehreren hundert Dollar getätigt!
Ausgerüstet mit diesen brisanten Informationen, konfrontierte E.T. nun den SWISS Chief Operating Officer R. Hiltebrand, welcher die ganze Angelegenheit mit der Bemerkung, es sei völlig undenkbar, dass ein Pilot freiwillig Arbeit wünsche, zurückwies.
Nach dieser rüden Abfuhr kontaktierte E.T. den selbsternannten Aviatik Experten Depp Loser, der sie darüber aufklärte, dass die SWISS Langstrecke völlig überdimensioniert und somit nicht überlebensfähig sei. Deshalb stehe der Konkurs der SWISS unmittelbar bevor und T.M. werde unmöglich mit SWISS und den verschwörerischen Piloten in die Ferien fliegen können. Danach redete sich Depp Loser mit weiterem wirrem Zeug so in Rage, dass E.T. den psychiatrischen Notfall alarmierte, welchem es erst nach mehreren Stunden gelang Herrn Loser zu sedieren.
Mittlerweile völlig verzweifelt und juristische Konsequenzen fürchtend, wandte sich E.T. an den Milieuanwalt Valentino Compatriota, der zu äusserster Diskretion riet und sich sofort um Interviews mit Blick, Weltwoche, Glückspost, Tele Züri und National Enquirer bemühte. Zeitgleich wurden mir die oben publizierten, brisanten Unterlagen von einem unbekannten Briefträger zugetragen.
Angesichts dieser schockierenden Tatsachen stellen sich nun die folgenden Fragen:
- Haben sich die vier Aviatik Blogger zu einer verschwörerischen Gemeinschaft, der sogenannten Schoggi Connection, zusammengeschlossen?
- In welchem Zusammenhang stehen die Dollargeschäfte der Schoggi Connection mit jenen von Frau Hildebrand?
- Versucht der SWISS COO Hiltebrand mit einer durchsichtigen „dt-Rochade“ seine Verwandtschaft mit dem zurückgetretenen Schweizer Nationalbankpräsidenten zu vertuschen?
- Hat das SWISS Management bei der berüchtigten “Brettli”-Aktion aus Rücksicht auf die Schoggi Connection Edelschokolade statt Käse verschickt?
- Kann Captain D. seine Schoggikosten als Berufsausgaben von den Steuern absetzen?
- Wird Thomas Bucheli für die Ferienflüge von T.M. schönes Wetter organisieren und erhält er dafür als Gegenleistung nächstes Jahr auch Weihnachtsguetsli?
- Gilt das Erteilen eines Verteidigungsmandates an Herrn Compatriota als Schuldeingeständnis?
- Würde G! Herrn Compatriota bei einem allfälligen Entzug seines Anwaltspatentes verteidigen?
- Warum veröffentlicht Copilot S.P. diese abstruse Geschichte auf seinem eigenen Blog?
- Welche Rolle spielt der vierte Pilotenblogger nff in diesem verworrenen Spiel? War er der mysteriöse Briefträger und warum hat er sich ins Engadin abgesetzt?
- Haben Sie sich wirklich die Zeit genommen diesen Stuss bis zum bitteren Ende durchzulesen und was hält Ihr Chef davon?