Archive for Dezember 2012

2012 in review

31. Dezember 2012

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

19.000 Personen passen in das neue Barclays Center um Jay-Z performen zu sehen. Dieser Blog wurde in 2012 über 94.000 mal besucht. Wäre er ein Konzert im Barclays Center, würde es 5 ausverkaufte Vorstellungen benötigen, damit ihn so viele Personen sehen können.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

In der Zwischenwelt

16. Dezember 2012

Ein freier Sonntag im Leben eines Upgraders:

Stilleben

Irgendwo in der Zwischenwelt zwischen Schmutzli und Samichlaus…

Upgrading

3. Dezember 2012

Schmutzli (für Nicht-Schweizer: Knecht Ruprecht) sass in seinem Studierzimmer und wälzte Bücher. Sein Schädel brummte und immer wieder schweiften seine Gedanken ab. Seine Hand griff nach einem der Brownies, welche ihm C.M. (Christmas Mädel), eine von Christkinds kleinen Helfern, kürzlich in den Briefkasten gelegt hatte. Motivin Forte.

Eigentlich hätte Schmutzli ja ein Direct-Upgrading zum Samichlaus (für Nicht-Schweizer: St. Nikolaus) vorgezogen, aber leider war dies aus Senioritätsgründen nicht möglich. So würde er, statt Anfang Dezember mit Nuss und Birnen die artigen Kinder zu beglücken, für einige Jahre Ende Dezember als Weihnachtsmann seine Sporen abverdienen und als Gehilfe des Christkinds Geschenke ausliefern, bevor er wieder auf seine geliebten Samichlausrouten versetzt würde. Ein hartes Los, aber das liess sich nicht ändern. Dass allerdings sein Upgrading zum Weihnachtsmann ausgerechnet über die Advents- und Weihnachtstage stattfinden musste, war doch sehr bemühend!

Der fachunkundige Normalbürger dachte wohl, dass so ein Upgrading keine grosse Sache sei. Schon gar nicht für einen Schmutzli mit über 17 Dienstjahren, der in dieser Zeit weiss Gott schon unzählige Weihnachtsmänner bei der Arbeit erleben durfte. Da sollte es wohl reichen sich den jahrelang angesammelten Dreck herunterzuwaschen, die braune Kutte gegen eine rote zu tauschen, den Bart weiss zu bleichen und die Rute durch den Bischofsstab zu ersetzten…

Weit gefehlt. Das Ganze begann Ende November damit, dass man ihn, zusammen mit neun  anderen angehenden Weihnachtsmännern, für drei Tage ins Kloster steckte, wo man eingehend über das von einem Weihnachtmann erwartete Verhalten diskutierte und die persönlichen Lernfelder gnadenlos aufdeckte.

Danach stand die theoretische Umschulung auf den kleinen Flugschlitten an. Endloses technisches Wissen über Rentiere, Kufen, Peitsche, Zügel, Bremssystem und vieles mehr muss in nur vier Tagen verinnerlicht werden. Aber damit nicht genug! Es folgen zwei Theorietage mit Leistungsberechnungen und einer zum Thema Beladung. Danach stand ein Kurs mit Notfalltraining am Boden auf dem Programm und natürlich würde jedes dieser Fächer mit einer Prüfung abgeschlossen.

Nun ging das Simulator Training los. Der Einstieg war ganz sachte mit Totalausfall der Geschwindigkeits- und Höhenanzeigen, gepaart mit einem Rentierausfall. Dann kam eine Blindladeübung mit diversen technischen Problemen, gefolgt von einem sogenannten „total loss of raindeers“ in der dritten Übung, wo Rudolph und sein Kollege mitten im Flug das Zeitliche segnen, was unweigerlich zu einer Notlandung irgendwo in der Pampas führen würde.

So aufgewärmt, standen danach zwei sogenannte pre-COST (Christmas Oriented Samichlaus Training) auf dem Programm, wo den Möchtegern-Samichläusen erstmals richtig auf den Zahn gefühlt wird. Dieses Wissen lässt der Instruktor danach in die drei darauf folgenden COST-Sessions einfliessen, wo jeder Samichlauskandidat an seine Grenzen gebracht wird. Doppelte Hydraulikausfälle, gepaart mit plötzlichem Rentiertod, defekten Zügeln, Rauch im Flugschlitten, totalem Stromausfall, Treibstoffleck, abgebrochenen Kufen und anderen Nettigkeiten, gilt dabei durchaus als realistisches Szenario! Womit nun jedem klar sein sollte, warum Weihnachtsmänner weisse Haare haben…

Falls er dieses Training überleben sollte, könnte Schmutzli danach zum sogenannten Skill Test antreten, bei dessen Bestehen, ihm die Lizenz zum Führen des kleinen Flugschlittens erteilt würde. Nach einem Kurstag mit dem Chefjuristen des Weihnachtsamtes FOCA  (Federal Office of Christmas Aviation) zum Thema Rechte und Pflichten eines Weihnachtsmannes, einem sogenannten Weihnachts-Ops Kurs und einem Crew Resource Management Training mit angehenden Weinachtswichtel-Gruppenführern, würde dann dem Flugtraining mit einem echten Flugschlitten nichts mehr im Wege stehen.

Anschliessend, mittlerweile Mitte Januar, dürfte Schmutzli unter Überwachung eines Instruktors endlich mit dem Ausliefern von Weihnachtsgeschenken beginnen und würde nach einem weiteren Monat, vorbehältlich seines bestandenem Final Checks,  endlich in den Rang eines Weihnachtsmann erhoben.

Allerdings fragte sich Schmutzli in seinen lichten Momenten, ob die Samichlaus-Dispo Ende Februar überhaupt noch Weihnachtsmänner benötigen würde oder ob er dann sofort zum Osterhasen umgeschult würde, damit er pünktlich auf nächste Weihnachten bereit wäre Ostereier auszuliefern…