Archive for Januar 2014

Rosa Brille

29. Januar 2014

Manchmal, frühmorgens, wenn man noch nicht ganz wach ist, sieht man die Welt durch einen rosa Schleier. Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass der Herr Kapitän die Bordansage zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch, dann wieder auf Englisch und schliesslich, mit roten Ohren, noch auf Französisch abhält. In dieser Verklärung sieht aber selbst dann die Welt noch immer wunderschön aus…

Berner Alpen durch die Rosa Brille

Natürlich hält diese Stimmung nicht lange an. Die Schleier verziehen sich und die rosa Brille wird abgelegt. Der Blick wird klarer und die Ansagen geschliffener, wenn auch nicht unbedingt sympathischer.

Berner Alpen klarer

Schliesslich, nach vollbrachtem Tagwerk ist man zwar am Ziel angekommen, aber die Welt ist jetzt nur allzu deutlich erkennbar und zeigt sich in ihrer ganzen Kälte und Hässlichkeit.

Moskau im Winter

Zum Glück darf ich morgen wieder in aller Herrgottsfrühe aufstehen. Ich freue mich schon jetzt auf den rosa Schleier – und entschuldige mich für alle dämlichen Fehler im Public Address…

IBMs und Birchermüesli

13. Januar 2014

Meist ist es ja umgekehrt. Da ist der alte Sack von Kapitän der Erste, der die Segel streicht und sich im Ausgang von der Jungmannschaft in Richtung warmes Bett verabschiedet.

Heute bestand die Crew aber wieder einmal ausschliesslich aus IBMs und Birchermüesli. Das sind die No-Shows von der Sorte „Ich Bin Müde“, sowie „Ich brauche nichts zum Essen, denn ich habe ein Birchermüesli eingepacht“ – wahlweise von zu Hause oder aus der Crewschublade. Selber schuld.

Der alte Sack musste sich also alleine verpflegen.

Tant  pis! Wie die Einheimischen hier sagen würden.

So schlug der Herr Kapitän alle guten Vorsätze zum Festtagsspeck-Abbau in den Wind und schöpfte aus dem Vollen:

Vorspeise

Hauptgang

Essen wie Gott in Frankreich. Gut wars!

Alla faccia di tutti! Aber diese Weisheitstammt aus dem anderen Land, das ich heute angeflogen bin…

Abschied

10. Januar 2014

Abschied nehmen fällt schwer. Gerade warst Du noch da und nun bist Du weg. Für immer. Jahrelang haben wir zusammen den Alltag bewältigt. In guten, wie in schlechten Zeiten. Wir hatten uns aneinander gewöhnt. So sehr, dass ich kaum mehr Notiz von Dir genommen habe. Deine Anwesenheit war einfach selbstverständlich. Du warst immer da und hast Deinen Teil der Last getragen. Ohne zu meckern und ohne zu murren.

Vor ein paar Jahren hast Du zwar einmal geschwächelt, nach einer Notoperation bist Du aber in alter Frische zurückgekehrt. Umso grösser war der Schock, als es nun plötzlich nicht mehr ging. Du bist einfach ohne Warnung unter Deiner Last zusammengebrochen. Warum hast Du nie etwas gesagt? Vielleicht hätte ich Dir ja noch helfen können! Wie damals. Da habe ich es ja auch hingekriegt. Nicht besonders elegant, aber immerhin…

Nun ist es jedoch zu spät. Da hilft alles nichts mehr. Ich kann nur noch für eine angemessene letzte Ruhe sorgen – wie es sich für einen guten Freund gebührt. Eine Feuerbestattung soll es sein und dafür habe ich keinen Aufwand gescheut. Nochmals habe ich zum Hammer gegriffen und die Eisenteile entfernt, die ich Dir damals verpasst habe. Diesmal verlief es sogar unfallfrei. Jetzt ist alles bereit und heute Abend heisst es definitiv Abschied nehmen. Du wirst dem Schwedenofen dabei so richtig einheizen, während ich eine Schweigeminute einlege.

Die Lücke die Du zurücklässt ist gross! Wie geht es nun weiter? Was mache ich ohne Dich? Wohin soll ich nur mit dem nassen Geschirr?

Da hilft nicht einmal mehr eine Pilgerfahrt in das schwedische Einrichtungshaus, denn dort gibt es Dich auch nicht mehr. Was bleibt ist einzig die Erinnerung an bessere Tage.

RIP Magasin, RIP mein geliebtes Abtropfgestell.

Magasin zerlegt

Tierischer Jahresbeginn

3. Januar 2014

Das Neue Jahr hat tierisch begonnen. Zuerst hatte mein Flugzeug einen Vogel,…

Vogel

…dann fand ich heraus, dass es neu auf der Kurzstrecke Lobster als Crew Verpflegung gibt. Allerdings natürlich nur für die besonders netten Kapitäne.

Lobster

Happy New Year

1. Januar 2014

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an. Diese Zahlen überraschen mich immer wieder von Neuem.

Besten Dank den treuen Lesern und den fleissigen Kommentatoren und allen ein glückliches 2014!

skypointer

Hier ist ein Auszug:

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 88.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 4 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.