Archive for Februar 2011

Der Herrscher von Tripolis

24. Februar 2011

Der Herrscher von Tripolis machte die ganze Region unsicher. Er nahm Geiseln und erpresste Lösegeld. Der Herrscher sah sich allerdings nicht als gemeiner Erpresser, sondern als ein rechtmässiger König und als solcher standen ihm, seiner Ansicht nach, Tributzahlungen zu. Deshalb drohte er unverhohlen mit Gewalt, falls die Europäischen Staaten und die USA diese Zahlungen nicht leisten würden…

Obwohl es einige Politiker gab, die warnten, diese Schutzgeldzahlungen würden den Herrscher von Tripolis nur zu weiteren Gewaltakten und noch frecheren Forderungen verleiten, wurde Jahrelang bezahlt. In diesem einträglichen Geschäft war es natürlich unmöglich ein Monopol zu halten, weshalb auch in Algier und Tunis ähnliche Kleptomanen an der Macht waren. So floss im Lauf der Jahre viel Geld nach Nordafrika, ohne dass sich an der Situation etwas geändert hätte.

Eines Tages wurde in den USA ein Mann zum Präsidenten gewählt, der schon immer gegen das Zahlen von Schutzgeldern war. Trotzdem verlangte der Herrscher von Tripolis von der neuen amerikanischen Regierung erneut Tributzahlungen und erklärte den USA den Krieg, als der neue Präsident diese, getreu seiner Überzeugung, verweigerte. In der Folge griffen die USA Tripolis an und zwangen den Herrscher von Tunis die Waffen zu strecken.

Leider verpassten die Amerikaner dabei die Chance den Herrscher von Tripolis abzusetzen und so ging er schon bald mit noch mehr Gewalt seinem einträglichen Geschäft nach. Es sollte noch viele Jahre dauern, bis seinem unsäglichen Treiben endlich ein endgültiges Ende gesetzt wurde…

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Aber was hat das alles mit mir zu tun? Dazu muss ich etwas ausholen, denn nicht Libyen, sondern Boston war mein Ziel. Entsprechend viel weniger heiss ging es nach unserer Landung zu und her. Ich spreche natürlich vom Wetter, welches mit -10°C und einer steifen Brise aus Nordwest für einen eisigen Empfang sorgte.

Da zur vorgerückten Stunde nicht einmal mehr wir vom Cockpit an einem Bier interessiert waren, ging es nach der Ankunft im Hotel direkt ins warme Bett. Ich zappte noch ein bisschen zwischen den Fernsehkanälen rum. Da die Nachrichtenkanäle aber nur verwackelte Bilder von der blutigen Revolution in Libyen zeigten und die Spielfilme vor allem aus Werbeunterbrechungen bestanden,  siegte bald die Müdigkeit und mir fielen die Augen zu.

Am nächsten Morgen erwachte ich gut ausgeruht und war voller Tatendrang. Ich entschloss mich zu einem Ausflug zum ältesten noch Seetüchtigen Kriegsschiff der Welt, der USS Constitution, die in Charlestown, nur knapp zehn Bootsminuten von Bostons Long Wharf entfernt vor Anker liegt.

Nachdem ich mich an der Fregatte sattgesehen hatte, besuchte ich das angrenzende Museum, wo ich mit wachsendem Erstaunen von den eingangs beschriebenen Geschehnissen las. Diese ereigneten sich im frühen 19. Jahrhundert, als die noch jungen USA unter Präsident Thomas Jefferson mit einem eigens zu diesem Zweck gebauten Geschwader unter Führung ihres Flaggschiffes, der USS Constitution, im Amerikanisch-Tripolitanischen Krieg den Pascha von Tripolis dazu zwangen die Piraterie – vorübergehend – aufzugeben.

Wenn man allerdings die Geschichte etwas modernisiert und die Namen austauscht, dann könnte es sich beim Herrscher von Tripolis genauso gut um Gaddafi und beim amerikanischen Angriff um die 1986 von Präsident Reagan befohlene Bombardierung Libyens handeln. Die Parallelen scheinen fast unglaublich! Die Geschichte hat sich tatsächlich wiederholt!

Nach Beendigung der Napoleonischen Kriege und des Britisch-Amerikanischen Krieges hatten sowohl die Amerikaner, als auch die Briten endlich genügend Kapazität sich des Problems der sogenannten Barbareskenstaaten anzunehmen. So wurden 1815 der Pascha von Tripolis, sowie der Dey von Algier und der Bey von Tunis von den Amerikanern erneut gezwungen der Piraterie abzuschwören. Allerdings wäre wohl auch der Erfolg dieses zweiten Barbareskenkrieges nicht nachhaltig gewesen, wenn nicht ein Jahr später eine Englisch-Holländische Flotte mit einem neunstündigen Bombardement die gesamte algerische Korsarenflotte versenkt und damit die Piraterie dauerhaft von den Küsten Nordafrikas vertrieben hätte.

Leider scheinen heute weder Amerikaner noch Europäer gewillt mit der gleichen Entschlossenheit gegen verbrecherische Regimes und Kleptokratien vorzugehen. Statt aus der Geschichte zu lernen, wird jahrelang laviert, Potentaten wird hofiert und ihre Gunst gekauft. Es bleibt die Hoffnung, dass es die arabische Welt aus eigener Kraft schafft sich von ihren parasitären, verbrecherischen Diktatoren zu befreien. 200 Jahre nach den Barbareskenkriegen wäre es endlich an der Zeit die Gaddafis dieser Welt ein für alle Mal in die Wüste zu schicken…

 

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Oben blau, unten grau

11. Februar 2011

Zurzeit herrscht in der Schweiz die langweiligste Wetterlage, die man sich denken kann. Hochdruckwetter im Winter bedeutet oben blau und unten grau. Das wäre natürlich kein Problem, wenn es auf der blauen Seite genügend Schnee hätte. Leider ist weiss aber auf beiden Seiten der Hochnebeldecke absolute Mangelware.

Was also tun, wenn der Schneemangel gepflegtes Skifahren ausschliesst? Ein Alpenrundflug drängt sich da beinahe auf. Auf unserem Rückflug konnten wir einen Eindruck gewinnen, wie ein solcher Alpenflug aussehen könnte…

 

 

Mont Blanc und Matterhorn zeigten sich von ihrer besten Seite und die heiligen Berge Eiger, Mönch und Jungfrau sonnten sich, zusammen mit dem Finsteraarhorn, ebenso in der Morgensonne, wie die heilige Kuppel des Bundeshauses, welche unsere finsteren Parlamentarier beherbergt.

  

Wer allerdings nicht in Bern Belp landen wollte, der hatte ein kleines Problem mit dem Grau, welches andernorts die Sicht auf die Landebahn versperrte. Der geübte Simulator Pilot ist sich aber nichts anderes gewöhnt, als eine Landung unter minimalen Sichtbedingungen, welche eine manuelle Landung gerade noch erlauben:

Giovanna’s grosser Tag

7. Februar 2011

Ich möchte Euch Giovanna vorstellen. Giovanna ist ein ganz normales, junges Mädchen. Sie liebt ihre Puppen und verkleidet sich gerne als Prinzessin. Ihre Lieblingsfarbe, wie könnte es bei einem Mädchen ihren Alters auch anders sein, ist rosarot. Giovanna sieht aber auch sehr gerne Trickfilme. Vor allem bei Tom und Jerry kann sich Giovanna krumm lachen.

Giovanna lebt am Rand einer riesigen Stadt. Sie ist ein glückliches Kind. Ihre Eltern sind zwar nicht besonders reich, aber sie lieben ihre Tochter über alles und dank ihrem bescheidenen Wohlstand fehlt es Giovanna an nichts – und das ist keine Selbstverständlichkeit in dieser grossen Stadt.

 

Giovanna ist aber trotzdem manchmal traurig. Das liegt an den grossen Flugzeugen, die jeden Tag über ihren Kopf hinweg fliegen. Es ist aber nicht der Fluglärm, der Giovanna stört, denn dieser geht im allgegenwärtigen Lärmpegel der grossen Stadt völlig unter. Eigentlich freut sich Giovanna sogar über die grossen, glänzenden Jets und winkt ihnen bei jeder Gelegenheit nach. Aber genau da beginnt das Problem. Die Flugzeuge scheinen Giovanna nicht zu bemerken oder, was noch Giovanna noch mehr betrübt, sie ist ihnen völlig egal. Jedenfalls fliegen die Jets unbeeindruckt von Giovannas Winken weiter Richtung Flugplatz. Kein Blinken mit den Landelichtern, kein Wippen mit den Flügeln, nichts das Giovanna als Antwort für ihr freundliches Winken verstehen könnte…

Als Giovanna kürzlich den Kindern in der Nachbarschaft von ihrem Leid mit den Flugzeugen erzählte, wurde sie verspottet. Ob sie wirklich glaube, die Piloten in den grossen Jets interessierten sich für ein dummes kleines Mädchen, das ihnen vom Boden aus zuwinke? Wie blöd kann man denn sein? Geh wieder Prinzessin spielen, statt uns mit solchem Quatsch zu langweilen! Giovanna war danach so traurig, dass sie beschloss nie wieder mit den anderen Kindern zu spielen.

Aber heute war alles anders. Heute hatte Giovanna Geburtstag und ihre Eltern hatten eine grosse Party organisiert, zu der alle Kinder der Nachbarschaft eingeladen waren. Eigentlich hatte Giovanna gar keine Lust all die Spötter zu treffen, aber ihr Papa bestand auf dem grossen Kindergeburtstag und meinte er hätte eine tolle Überraschung. So versammelten sich kurz nach dem Frühstück alle Kinder der Nachbarschaft im Hof hinter Giovannas Haus. Der Papa war auch da. Er hatte eine riesige Fahne mit der Aufschrift „Glückwünsche Giovanna“ besorgt und Tom und Jerry lachten dazu ihr lustigstes Lachen. Die Fahne hatte der Papa aber nicht einfach irgendwo aufgehängt. Nein es war viel besser! Papa hatte die Fahne unter einen selbst gebastelten Heissluftballon montiert, der jetzt unter dem Gejohle aller Kinder langsam in den Himmel stieg.

Immer höher stieg der Ballon. Giovanna freute sich riesig über die gelungene Überraschung und schaute fasziniert zu, wie Tom und Jerry immer kleiner wurden. Die Nachbarskinder verloren bald ihr Interesse am Geschehen, doch Giovanna stand noch lange im Hof und winkte dem langsam entschwindenden Ballon nach. Da tauchte über den Hausdächern plötzlich ein riesiges, viermotoriges Flugzeug auf. Es hatte ein weisses Kreuz auf der roten Schwanzflosse und flog zu Giovannas Überraschung genau Richtung Tom und Jerry und Giovannas Geburtstagsgrüsse! Fröhlich winkte Giovanna dem Flugzeug zu und wünschte sich sie sässe im Heissluftballon. Dann müssten die Piloten ihr Winken doch bemerken! Doch bevor Giovanna diesen Gedanken weiter spinnen konnte, passierte das Unfassbare! Das Flugzeug senkte einen Flügel, umflog mit einer grazilen Kurve Giovannas Ballon, senkte den anderen Flügel und setzte dann den Anflug Richtung dem nahe gelegenen Flugplatz fort.

Giovanna gluckste vor Glück. Zu ihrem Geburtstag hatten die Piloten nicht nur ihr Winken bemerkt, sondern sie hatten sogar mit einem Flügelwippen zurückgewinkt. Giovanna war überglücklich. Nun wusste sie, dass das kleine Mädchen am Boden den grossen Flugzeugen nicht egal war. Nie wieder würde sie deshalb verspottet. Was für ein perfekter Geburtstag!

     

PS: Auch ich wünsche Dir, Giovanna, alles Gute zum Geburtstag und sag Deinem Papa er soll bitte in Zukunft keine Heissluftballone mehr im Endanflug steigen lassen. Das ist nämlich gefährlich für die Flugzeuge. Dafür werde ich in Zukunft in Sao Paulo zehn Kilometer vor der Pistenschwelle kurz mit den Flügeln winken. Versprochen!

Strange Guy

4. Februar 2011

Manchmal irrlichtern seltsame Gestalten durch das Simulatorgbäude. Da tummeln sich  zwei abgekämpfte Kerle mit hochrotem Kopf und Schweissrändern unter den Armen, zusammen mit einem totenblassen Typen, der offensichtlich viel zu wenig an die frische Luft kommt, vor dem Kaffeeautomaten. Dort hetzen zwei arme, mit krummem Rücken ihr Crewbag schleppende Kreaturen hinter einem nonchalant sein Laptoptäschchen schwingenden Besserwisser her, der lauthals über irgendwelche technischen Nichtigkeiten doziert, während seine Verfolger, völlig ausser Atem, die Treppe hinunter stolpern. Dazwischen flitzt ein scheinbar unbeteiligter in einen Simulator, drückt ein paar Knöpfe und entschwebt dann geisterhaft wieder dorthin zurück, wo er auch immer hergekommen ist. 

Der geübte Simulatorgänger kann dabei problemlos zwischen Simulatormaintenance, Instruktoren und Trainees unterscheiden. „Trainee“ ist dabei übrigens eine politisch und pilotisch korrekte Verlegenheitsbezeichnung. Es weiss nämlich niemand wie man die armen geplagten auf Deutsch nennen soll. Auszubildende? Tönt doch etwas allzu sehr nach Azubi oder Lehrling. Beübte? Das ist definitiv zu militärisch. Simulanten? Ist schon anderweitig belegt. Folteropfer? Zu ehrlich… Da weicht man halt ins Englische aus und sofort tönt es äusserst professionell, obwohl noch immer keiner weiss, was man eigentlich sagen will!

Aber zurück zu den seltsamen Gestalten. Kürzlich wurde ein Typ gesehen, der irgendwie nicht recht einzuordnen war. Vom bleichen Teint her hätte es eigentlich ein Instruktor sein müssen. Allerdings schleppte er mit krummem Rücken ein grosses Gepäckstück durch die Gegend, womit er, bei oberflächlichem Hinsehen, einem Trainee nicht unähnlich sah. Bei genauerer Betrachtung entpuppte sich das Gepäckstück aber nicht als Crewbag, sondern als Rucksack, aus dem ein verdächtiges Gestänge herausragte. Damit konnte der komische Kauz auch kein Simulator Mechaniker sein, denn diese wurden noch nie mit irgendwelchen Anhängseln beobachtet. Was war das also für ein Kerl und was schleppte er in seinem Rucksack herum?

War es ein verirrter Wanderer? Unmöglich, da die Eingänge zum Simulatorgebäude elektronisch gesichert sind. Ein verspäteter Santa Claus? Dazu fehlte ihm der Bart und sein Bachansatz war zu klein. Ein frustrierter Pilot, der mit einer Rohrbombe im Rucksack den Simulator sprengen wollte? Kaum, denn eine solch emotionale Überreaktion schliesst sich bei Piloten von selbst aus, steht doch in unserer Operationsbibel, dass Flight Crew Members eine überdurchschnittlich stabile und ausgeglichene Persönlichkeit haben müssen. Zudem würde sich kein Pilot freiwillig in die Nähe des Simulators begeben…

Der geheimnisvolle Typ betrat den Simulator und erweckte diesen mit ein paar Knopfdrücken zum Leben. Im Eilzugstempo wurden die Cockpitschalter in die richtige Position gebracht und danach heulten die Triebwerke auf. Nun drückte der Kerl wieder ein paar Knöpfe und schon wurde der Simulator in den Endanflug gebeamt, wo er, wie von Geisterhand gesteuert, dem Instrumentenlandesystem Richtung Landebahn folgte. Gerade als der Radiohöhenmesser 150 Fuss ausgerufen hatte, fror der Zaubermeister mit einer einzigen Handbewegung die Zeit ein. Sofort waren alle Instrumente blockiert und das Cockpit schwebte, kurz vor der Pistenschwelle, völlig bewegungslos in der Luft.

Der einzige, der sich in diesem temporalen Stillstand noch bewegen konnte war der Zaubermeister. Er griff zu seinem Rucksack und zog das Gestänge heraus, welches sich als Fotostativ entpuppte. Dieses stellte er hinter der Mittelkonsole auf, montierte seine Fotoausrüstung und schoss ein paar Fotos. Danach baute er die Apparatur wieder ab, verstaute sie fein säuberlich im Rucksack und spedierte den Simulator mit wenigen Knopfdrücken wieder zurück auf den Boden, wo in rekordverdächtigem Tempo die After Landing und Parking Checklisten gemacht wurden.

Dann verliess der geheimnisvolle Fotograf den Simulator und entschwand fast genauso geisterhaft wie ein Simulatormechaniker. Das Letzte was man von Ihm bemerkte war ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht, da er nun das Cockpitposter im Kasten hatte, das er vorher während geraumer Zeit erfolglos irgendwo zu kaufen versuchte…

Spannende Berufe in der Fliegerei

4. Februar 2011

Klar, wenn man nach spannenden Berufen in der Fliegerei fragt, dann kriegt man meist Pilot als Antwort. Ab und zu hört man auch noch Stewardess oder Fluglotse, aber dann ist meist schon Schluss. Das ist fantasielos und langweilig, denn natürlich gibt es im aviatischen Umfeld noch zahllose weitere Berufe, die durchaus ihren Reiz haben. Die vollständige Liste würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, aber Flugzeugmechaniker, Loadmaster, Dispatcher oder Stationsmanager kommen mir da spontan in den Sinn. Aber auch der Pushback Fahrer, Tanker oder der De-icer hat einen verantwortungsvollen Job.  Andere Berufe finde ich persönlich etwas weniger anziehend. Wer will schon freiwillig die Abfälle der Passagiere in der fliegenden Müllhalde, der ein Flugzeug nach ein paar Stunden Flug jeweils gleicht, wegräumen. Umso dankbarer bin ich, dass sich auch hier Leute finden, die diese unangenehme aber nötige Aufgabe wahrnehmen.

Dann gibt es noch ein paar Berufe, die nur von einigen wenigen Spezialisten ausgeübt werden können und die nur die intimsten Insider überhaupt kennen. Diese absolute Spitze der Spezialisten ist so spezialisiert, dass ihre Dienste nur in sehr begrenzten Regionen dieser Welt zum Einsatz kommen. Nein, ich spreche nicht von den De-icern, obwohl man diese in Zentralafrika kaum finden wird…

Kürzlich bin ich in Tokio einem Vertreter dieser Top-Spezialisten begegnet und konnte ihn bei seiner Tätigkeit filmen. Nicht einmal ich weiss, wie seine offizielle Berufsbezeichnung lautet, aber ich nenne ihn den „Farewell Officer“. Seine äusserst spannende, verantwortungsvolle und hoch geschätzte Aufgabe besteht darin, die Piloten – niemand sonst kann ihn sehen – in den zurückstossenden Flugzeugen mit Anstand, Stil und dem gebührenden Respekt zu verabschieden. Das geschieht bei jedem Flug, der Narita verlässt und ist meines Wissens die einzige Aufgabe dieser Spezialisten. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass die immer tadellos gekleideten und weiss behandschuhten Herren neben ihrem Spezialisten Job zusätzlich noch eine andere Arbeit verrichtet hätten.

Da eine solche Verabschiedung dem geschundenen Pilotenego äusserst wohl tut, fordere ich auf diesem Weg, dass diese Zeremonie weltweit eingeführt wird. Bis es so weit ist, sollten sich allfällige Interessenten für den schönen Beruf des „Farwell Officers“ direkt an den Tokyo Narita Airport wenden…