Archive for the ‘Sternstunden’ Category

Shooting Stars Reloaded

17. September 2016

Ich bin fleissig am Fotografieren und noch immer feile ich an meiner Technik für Sternaufnahmen aus dem Cockpit. Während ich mittlerweile die Reflexionen in den Cockpitfenstern einigermassen kontrollieren kann, kämpfe ich nach wie vor mit einigen Problemen:

  1. Die dicken Cockpitfenster verursachen Verzerrungen, sobald ich nicht völlig gerade durch die Scheibe fotografiere.
  2. Bei Fotos durch die Seitenfenster, werden die Sterne wegen dem „Dutch Roll“ verschwommen.

Im folgenden Bild sind beide Effekte sehr gut zu sehen:

Galactic Core over Corsica

  • Die Verzerrungen am unteren linken Rand
  • Die Sterne bilden statt Punkte nette kleine Kreise

Beides hätte ich mit einer Aufnahme durch die Frontscheibe vermeiden können. Allerdings hätten mich die Fluglotsen wahrscheinlich für völlig verrückt erklärt, wenn mein Copi eine 90° Kurve nach links verlangt hätte, damit sein Herr Kaptiän bessere Sternaufnahmen machen kann…

Aber durch die Frontscheibe wird das Ganze tatsächlich wesentlich besser:

Starry Flight

Leider flogen wir hier aber in nordöstlicher Richtung, weshalb nur die viel schwächere, dem galaktischen Zentrum gegenüberliegende Seite der Milchstrasse sichtbar war. Der helle Fleck nahe dem rechten Rand ist übrigens die Andromeda Galaxie.

Manchmal geht es auch gar nicht um die Sterne. Im folgenden Bild hat uns eine extrem aktive Gewitterzelle eine unglaubliche Lightshow geboten.

Towards the Lightning

Leider hatte ich nur ein Weitwinkelobjektiv dabei, so dass die Gewitterwolke weniger eindrücklich erscheint als in echt.

Ich werde also bei Gelegenheit weiter üben und hoffe, dass dann die Flugrichtung stimmt und das richtige Objektiv im Crew Bag liegt…

 

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Shooting Stars

1. März 2016

Ich bin fleissig am üben. Wer mir auf Flickr folgt, hat es sicher schon bemerkt. Skypointer richtet seine Kamera gerne Richtung Himmel. Nicht auf Flugzeuge, sondern auf Sterne habe ich es abgesehen. Mit meinem neuen Spielzeug, einer astromodifizierten Canon EOS 6D muss ich, wegen permanent wolkenverhülltem Himmel in der Schweiz, zurzeit aus dem Flugzeug fotografieren.

Dabei kämpfe ich gegen diverse flugzeugspezifische Schwierigkeiten:

  • Der Vektor muss stabil sein (keine Richtungsänderungen)
  • keine Turbulenzen
  • Kamera muss stabil montiert werden
  • Spiegelungen in den Cockpitfenstern müssen verhindert werden (ausser der Spiegeleffekt ist erwünscht)

Zudem muss die Belichtungszeit möglichst kurz gehalten werden. Während ich am Boden ab Stativ mit meinem 15mm Objektiv etwa 30 Sekunden belichten kann, ohne nennenswerte Sternspuren zu erhalten, zwingen mich aerodynamische Oszillationen (Dutch Roll) zu viel kürzeren Belichtungszeiten von ca. 10 Sekunden.

Hier einige Bilder, welche ich in den letzten Wochen gemacht habe:

Descending through starry skies

Milchstrasse über Barcelona

Winter Milchstrasse über Deutschland

Die Lernkurve ist ziemlich steil, aber ich bleibe am Ball. Stay tuned or follow me on Flickr

Eine halbe Flügelspannweite

21. März 2015

Eine Sonnenfinsternis ist für einen Hobbyastronomen natürlich ein besonderer Leckerbissen, selbst wenn sie „nur“ partiell ist. Da war ich natürlich ziemlich frustriert, dass ich, statt hinter Teleskop, im Simulator sitzen musste und deshalb das ganze Spektakel glatt verpasst habe.

Eher trotzig stellte ich deshalb gestern Abend meine Fotokamera auf und suchte mir ein Anspruchsvolles Ziel. Der Krebsnebel sollte es sein. Das Überbleibsel einer Supernova aus dem Jahr 1054, welche vor knapp 1000 Jahren bewiesenermassen in China und eventuell auch in Europa beobachtet wurde.

Eigentlich bin ich ja schon zufrieden, dass ich das Ding „von Hand“ gefunden habe. Es der helle Fleck rechts neben dem bläulichen Stern in der Bildmitte.

Crab Nebula M1

Wenn man in voller Auflösung in das Foto „reinzoomt“, ist es nichts Besonderes. Im Internet finden sich hunderte besserer Bilder.

Crab Nebula

Deshalb ist das Bild allein kein Grund meine Leser damit in einem meiner zurzeit spärlichen Blog-Posts zu belästigen, aber als Nachtrag zum Beitrag „Light Pollution“ drängt es sich förmlich auf. Bei der Bearbeitung der Rohbilder zeigte sich nämlich, wie stark beflogen der Luftraum über meinem Wohnort ist. In der knappen halben Stunde Belichtungszeit kreuzten diverse Flugzeuge und 3 Satelliten durch mein Bild:

Crab Nebula M1_Aircraft Trails

Dank moderner Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung ist dies heute, wie erwähnt, kein Problem mehr. In der Zeit vor der Digitalfotografie hätte man unter solchen Bedingungen keine Chance für ein vernünftiges Bild gehabt…

Mit dem „durchkreuzten“ Bild lässt sich übrigens auch die Schwierigkeit der Astrofotografie etwas aufzeigen. Der Krebsnebel ist nämlich, obwohl er mit einer visuellen Helligkeit von 8,4 mag noch zu den helleren Deep Sky Objekten gehört, nicht nur so leuchtschwach, dass er mit unbewaffnetem Auge unsichtbar ist, er ist zudem auch noch sehr klein. Wie das Foto unten beweist, entspricht seine relative Grösse mit 6 Winkelminuten gerade einmal der halben Flügellänge eines Langstreckenfliegers, welcher auf ca. 10’000 Meter Höhe über uns hinweg fliegt.

Crab Nebula_Aircraft

Dass ich die 1000-jährige Supernova unter diesen Umständen mit einem 200mm Teleobjektiv überhaupt erkennbar abbilden konnte erstaunt mich deshalb selbst ein bisschen…

Light Pollution

10. Februar 2015

Lichtverschmutzung. Darunter leidet Flora, Fauna und auch unsere Gesundheit. Wer es genauer wissen will, findet hier alle nötigen Informationen.

Als Hobbyastronom leiden natürlich auch meine nächtlichen Aktivitäten erheblich unter dem Streulicht der nahen Stadt Zürich und des nicht minder hellen Flughafens. Wegen dieser äusserst suboptimalen Ausgangslage werde ich von meinem Garten aus nie Astrofotos in wirklich guter Qualität schiessen können. Trotzdem habe ich kürzlich mein Equipment erheblich aufgemotzt. Obwohl ich das wahre Potenzial meiner neuen Ausrüstung nur bei einem Ausflug unter wirklich dunklen Himmel nutzen kann, konnte ich natürlich der Versuchung nicht widerstehen die neuen Gadgets von meinem Garten aus zu testen. Einen ganzen Monat musste ich warten, bis der Himmel endlich Gnade walten liess und mir einen sternenklaren Abend gönnte.

Nichts wie raus also. Brrr, saukalt! Die neue Nachführung auf den Himmelspol ausrichten. Kamera samt neuem Objektiv darauf schrauben. Kurzer Blick in den Sternenhimmel. Hmmm. Orion oder Plejaden? Plejaden. Kamera ausrichten. Fokussieren. Ein paar Probebilder zwecks Bestimmung der optimalen Belichtungszeit. Programmieren der Fernauslösung. Und dann wieder zurück in die warme Stube.

Ein Stunde später geht es nochmals kurz in die Kälte. Alles zusammenpacken und dann ab ins Bett, denn schliesslich muss ich morgen um 6 Uhr bereits ein Simulator Briefing halten. Dafür gibt es dann auch relativ früh Feierabend.

Schnell zurück nach Hause. Bilder von der Kamera herunterladen. Die Spannung steigt. Kurzes sichten, sieht gut aus! Jetzt kommt die Softwaremagie zum Tragen. 80 Bilder werden zu einer Langzeitbelichtung addiert und mit etwas zusätzlicher Bildbearbeitung entsteht ein einigermassen brauchbares Bild der Plejaden.

Aber was soll denn das? Da sind mir doch glatt zwei Kollegen vor der Linse durchgeflogen! Aber, aber…

Plejaden_Tail

Dank moderner Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung ist diese Art Light Pollution heute zum Glück kein Problem mehr und so erstrahlt das Siebengestirn nach nochmals etwas Computermagie bald in gewohntem Licht:

Plejaden

Allerdings finde ich ehrlich gesagt das erste Bild fast noch besser. Ich weiss: déformation professionnel. Aber who cares?

Caught in the Act

6. August 2012

Die unglaubliche Landung ist gelungen und wurde sogar vom Mars Reconnaissance Orbiter fotografiert!

20120806-214716.jpg

Eine technische Meisterleistung war nicht nur die Landung, sondern auch das obige Bild. Das Zeitfenster für das Foto betrug nämlich nur eine Sekunde und der Befehl für den Schnappschuss musste 72 Stunden vorher an den Satelliten in der Marsumlaufbahn geschickt werden.

Cool. B-)

UHU

20. Juni 2012

Pilot ist ja bekanntlich ein sogenannter Traumberuf. Allerdings ist nicht immer alles Gold was glänzt und die Ferienplanung meines Brötchengebers fällt wohl unter die Sparte Albträume. Deshalb weiss ich heute, Mitte erster Ferienwoche, noch nicht, ob die letzten fünf Tage meines wohlverdienten Urlaubes stattfinden werden oder ob mich der Pilotenmangel zur Pflicht rufen wird. Natürlich werde ich, mit der Publikation meines Juli Einsatzes am 23. dieses Monats, noch rechtzeitig erfahren, welches Programm für mich in den ersten Julitagen vorgesehen ist. Dass es so völlig unmöglich ist den Urlaub zu planen, geschweige denn eine Reise zu Buchen, ist mein Problem. Selber schuld, denn wer macht schon übers Monatsende Urlaub!

Da trifft es sich gut, dass es mit 8 Monate alten Zwillingen wenig Sinn macht die grosse weite Welt zu bereisen. UHU Ferien sind also angesagt. UHU? Für Mitglieder des VGA (Verein Gegen Abkürzungen): Ums Huus Umä. Für Deutsche: Ums Haus herum, obwohl es dann eher UHH heissen müsste. Aber zum Glück haben die Deutschen zurzeit andere Probleme: Griechenland.

Item. Ich schweife ab. Da der eigene Garten mit der Zeit etwas langweilig und bei der aktuellen Wetterlage auch zu heiss wurde, drängte sich ein Tagesausflug in die kühlen Berge auf. Aus Kinderwagen-Tauglichkeitsgründen war die Routenwahl zwar stark eingeschränkt, schliesslich fanden wir mit der Golzernalp im Maderanertal aber doch noch ein schönes Fleckchen Erde, um unsere Twins in die Schweizer Bergwelt einzuführen.

Zwar war die Seilbahnkabine mit unserem Doppelkinderwagen bereits gut gefüllt, nach den Beladungsproblemen erwartete uns an der Bergstation aber der herrliche Bergsommer mit blühenden Alpwiesen und einem gut ausgebauten Spazierweg zum Golzernsee, welcher mit seinen unzähligen Feuerstellen und Sitzbänken zum Picknick einlädt.

 

Wer nach dem 20-minütigen Spaziergang bereits zu überhitzen droht, kann mit einem Sprung ins glasklare Wasser für Abkühlung sorgen. Unweit vom Ufer wartet sogar ein Floss auf den wagemutigen Schwimmer.

 

Falls jemand lieber von innen kühlt, warten auf der Golzernalp zwei angeschriebene Häuser auf hungrige und durstige Gäste.

 

Dank der erholsamen Reise, blieb nach der Rückfahrt noch genügend Energie um am Abend hinter dem Teleskop dafür zu sorgen, dass ich nicht auf Freinachtentzug komme. Leider wurde die Astrofotosession aber ziemlich vom Winde verweht, so dass als einziger einigermassen brauchbares Bild ein Foto vom Hantelnebel dabei herauskam.

Transit

6. Juni 2012

Dass der Venustransit heute nur hinter den Wolken stattfand ist besonders ärgerlich, weil der nächste erst im Jahr 2117 stattfinden wird und ich da voraussichtlich verhindert sein werde.

Wenigstens habe ich, im Gegensatz zu James Cook im Jahr 1769, für die missglückte Beobachtung nicht die Welt umsegelt. Aber der grösste Pechvogel in der Geschichte der Astronomie war wohl der französische Astronom mit dem einfachen Namen Guillaume-Joseph-Hyacinthe-Jean-Baptiste Le Gentil de la Galaziere, der vergeblich versuchte die beiden Transits 1761 und 1769 zu vermessen und nach einer 11-jährigen Odyssee um die halbe Welt nach Hause zurückkehrte, nur um festzustellen, dass er inzwischen für tot erklärt und sein Erbe verteilt worden war…

Da bin ich tatsächlich nochmals glimpflich davon gekommen. Auch weil ich 2004 den letzten Venustransit während 6 Stunden, in seiner vollen Pracht auf Zelluloid bannen konnte – ja, in grauer Urzeit, fotografierte man noch mit Film…

Hier ein paar Impressionen von meinem damaligen Fotorun:

Fotorun

3. Juni 2012

Nichts geht über einen kleinen Ausflug um die Aufregung des Vortages zu verarbeiten und so fasste ich am Morgen um 08:30 Uhr ein Auto heraus und machte mich auf den Weg in die San Gabriel Mountains zum Mount Wilson Observatorium. Dort stehen zwei der wichtigsten Teleskope in der Geschichte der Astronomie. Mit dem 60-Zoll Teleskop gelang 1918 der Nachweis, dass die Sonne nicht im Zentrum der Milchstrasse steht und das 100-Zoll Hooker Teleskop war nach seiner Fertigstellung 1917 für 30 Jahre das grösste Teleskop der Welt. Auf ihm wurden bahnbrechende Beobachtungen durchgeführt, welche die Bestimmung von Entfernung und Bewegungsrichtung der Galaxien erlaubten und schliesslich zur Entwicklung der Urknalltheorie führten. Ebenfalls wurde auf dem Mount Wilson die Sterninterferometrie entwickelt, welche hier bis heute auf dem CHARA Array, mit modernsten Mitteln betrieben wird.

 

Nach diesem Abstecher in die Astronomie führte mich mein Weg weiter entlang dem Angeles Crest Highway durch die San Gabriel Mountains. Diese Route führt bis auf 2500 Meter über Meer und ist ein Motorradparadies, welches landschaftlich auch für nicht Biker sehr attraktiv ist.

 

 

Danach entschloss ich mich zum Big Bear Lake in den San Bernadino Mountains zu fahren, wo ich, gemäss Aussage meines Copi Kollegen, der offenbar gleichzeitig dort weilte, ein Fotoshooting mit diversen barbusigen Schönheiten verpasst habe.

Mangels solcher Attraktionen zog es mich bald weiter zu einer anderen (Natur-) Schönheit: dem Joshua Tree Nationalpark, wo ich kurz nach 17 Uhr eintraf, als die Temperaturen mit 33°C langsam auf erträgliche Werte abkühlten. So konnte ich mit meiner Kamera auf Foto Jagd gehen ohne Gefahr zu laufen an einem pittoresken Joshua Tree elendiglich zu verenden…

 

 

 

 

Da ich nun schon einmal hier war, konnte ich mir den Sonnenuntergang natürlich nicht entgehen lassen und so genoss ich auf einer der unzähligen Felsformationen die Ruhe und das wechselnde Farbenspiel der Abendstimmung in der Wüste.

 

Mit der Ruhe war es allerdings vorbei, als sich kurz nach Eindunkeln plötzlich von allen Seiten Coyoten Geheul ausbreitete, das mir kalte Schauer den Rücken hinunter laufen liessen. Mit der Dunkelheit funkelten auch die ersten Sterne am Himmel und in mir wuchs die Lust noch einige Sternaufnahmen zu schiessen und so blieb ich schliesslich noch bis um 10:30 Uhr und fotografierte noch einige Nachtimpressionen, bevor ich mich schliesslich auf die lange Heimfahrt nach Long Beach machte, wo ich um 01:00 Uhr ziemlich erschöpft im Hotel eintraf…

 

Chasing the Sun

23. Februar 2012

Den längsten Sonnenuntergang erlebt, wer kurz vor unser Zentralgestirn hinter dem Horizont verschwindet startet und westwärts fliegt. Der optimale Flug für dieses Erlebnis ist unser Kurs nach Boston, der um 17:25 Uhr abhebt. Hier einige Impressionen vom Sunset über den Wolken des Nordatlantiks:

Nach dieser „Lightshow“ mussten wir kurz absinken um ein Wolkenband zu unterfliegen, in dem uns von voraus fliegenden Kollegen  schwere Turbulenzen gemeldet wurden.

Nach dem Passieren dieser Zone erkannte ich beim hinausspähen über dem Kondensstreifen einer höher fliegenden Lufthansa A340 die silberne Sichel des nur gerade 22 Stunden alten Mondes. Ein persönlicher Rekord für mich, den ich wohl nicht so schnell verbessern werde.

Die beleuchtete Fläche betrug nur 0.9% des gesamten Mondes. Noch während ich mich über meine Entdeckung freute, bemerkte ich links neben dem Mond den Planeten Merkur, ein ebenfalls nicht oft sichtbarer Gast.

Gleichzeitig funkelten weiter oben die Venus und Jupiter um die Wette. Wer findet die vier Himmelskörper im folgenden Foto?

Supernova im Whirlpool

27. Juni 2011

Der Sternenhimmel ist, entgegen dem gestressten Geist unserer Zeit, praktisch zeitlos. Seit Äonen sehen alle Menschen, die nachts den Blick zum Himmel wenden praktisch das Gleiche, so dass weder unsere Grossväter, noch die alten Griechen oder die Steinzeitmenschen einen Unterschied zwischen dem heutigen Sternhimmel und jenem ihrer Zeit erkennen könnten. Ausser, dass heute wegen der Lichtverschmutzung vielerorts die Sterne kaum mehr zu erkennen sind. Aber das ist hausgemacht und hat keinen astronomischen Grund…

Umso interessanter sind Phänomene, bei denen am Himmel endlich einmal etwas passiert! Jeder kennt natürlich die Mondphasen, aber auch Sonnen- und Mondfinsternisse oder Kometen interessieren die breiten Massen. Die letzte Mondfinsternis hat aber Petrus, zumindest in der Schweiz, gründlich verbockt.

Aber zum Glück geht in der „Whirlpool Galaxie“ M51 zurzeit viel Kolossaleres vor: Einem Stern ist sozusagen der Sprit ausgegangen. Deshalb konnte dieser Stern seiner eigenen Schwerkraft nicht mehr widerstehen und ist innert Sekunden implodiert. Der dadurch verursachte, ungeheure Druck führte schliesslich zu einer gigantischen Explosion, die selbst auf der 31 Millionen Lichtjahre entfernten Erde noch zu sehen ist.

Natürlich liess ich es mir nicht nehmen dieser kürzlich von einem Amateurastronomen entdeckten Supernova SN 2011dh  persönlich einen Besuch abzustatten.

Da die Supernova etwa 300 Mal zu wenig Leuchtkraft besitzt um aus der riesigen Entfernung mit dem blossen Auge gesehen zu werden, musste ich auf mein Teleskop zurückgreifen. M51 habe ich bereits am 6. Mai 2011 fotografiert. Deshalb konnte ich mit den Bildern meiner gestrigen Beobachtung eine kleine Animation erstellen, auf der die Supernova gut zu erkennen ist.

Es ist zwar nur ein kleiner Lichtpunkt, aber dahinter verbergen sich der Todesschrei eines Sterns und das Ende eines ganzen Sonnensystems…