Photo addicts

Wenn ich mit meinem Kollegen einen Flug eingebe, dann wird es regelmässig streng. Nicht unbedingt der Flug, aber der Aufenthalt. Dann kämpfen wir uns, schwer beladen mit Stativ, Kamera, Wechselobjektiven, sowie einer Unzahl von Filtern und anderem Zubehör, durch den Dschungel oder sonstiges Buschwerk, durch Bäche und unwegsames Gelände.

Natürlich war es auch diesmal in Hong Kong nicht anders. Da bis Mittag zäher Hochnebel prognostiziert wurde, suchten wir eine Route, die nicht allzu hoch auf die Peaks des Hinterlandes führte und entschieden uns schliesslich für jene Wanderung, welche ich im November bereits solo rekognosziert hatte – allerdings bei wesentlich humaneren Temperaturen und ohne die schwere Kameraausrüstung.

Bei angedrohten 28°C am Schatten und 100% Luftfeuchtigkeit machten wir uns in aller Herrgottsfrühe auf die zweistündige Anreise zu unserem Abmarschort. Dort angekommen stellten wir schnell fest, dass wir heute die ersten auf dem Trail waren, denn immer wenn der Pfad zwischen Büschen durchführte versperrte die filigrane Nachtarbeit tausender Spinnen unseren Weg, so dass wir uns in Indiana Jones Manier den Weg freihacken mussten. Allerdings mit einem Stock statt einer Machete bewaffnet, was wesentlich weniger martialisch aussah, aber ebenso effizient war.

Langsam hackend kämpften wir uns zur ersten Beach, wo die nächste Überraschung auf uns wartete. Wo sich im November noch ein knochentrockener Pfad erstreckte, breitete sich nun ein kleiner See aus, den man nicht umgehen konnte. Aus unserer Yosemite Erfahrung schöpfend, zögerten wir nicht lange und durchwateten die braune Sauce.

  

Leider lud das Wetter nicht gerade zum Fotografieren ein, was uns aber nicht davon abhielt ab und zu trotzdem auf den Auslöser zu drücken.

  

So konzentrierten wir uns auf die kleineren Highlights entlang unserem Weg und auf die kulinarischen Freuden an der bereits rekognoszierten Beach Bar.

  

Als etwa eine Stunde vor unserem Ziel das Wetter aufklarte, waren wir heilfroh, dass uns die Sonne nicht schon früher das Fotografieren erleichterte, denn die kurze Zeit reichte, dank der bereits mehrfach herausgeschwitzten Sonnencrème, problemlos für einen tüchtigen Sonnenbrand.

Frisch geduscht und mit neu benebeltem Himmel konnten wir am Abend dann doch noch Stativ und Kamera ausreizen und von einer Rooftop Bar und Kowloon aus Hong Kong Island in all seiner Pracht ablichten.

 

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6 Antworten to “Photo addicts”

  1. Ingo Says:

    Hallo Skypointer,

    die beiden Nacht-Panoramen sind spitze! Sind HDR-Fotos, oder?

  2. David Sanger Says:

    Wow, das Panoramafoto fesselt mich.

    Kannst du mir das möglicherweise in einer höheren Auflösung zukommen lassen? 🙂

    LG
    David

  3. Severin Says:

    Genial, Hong Kong ist einfach geil. Da kommt schon ziemlich Wehmut auf beim Betrachten deiner Bilder, vor allem mit diser super Stimmung. Freue mich immer auf weitere Fotos und Texte da so das Fliegerheimweh geschwächt werden kann.

    Bleibt zu hoffen dass die Welt in einem Jahrzehnt noch zu erschwinglichen Preisen fliegt, wenn ich dann mein Studium fertig und ein bisschen Flüssiges haben sollte 🙂

    Grüsse und ein schönes Wochenende, das hoffentlich zu Hause verbracht werden darf!

    Severin

  4. Dominique Says:

    Das letzte Bild ist der Oberbrüller ! Wahnsinn, vielen Danks fürs Teilen 🙂

    Grüße

  5. Richi Says:

    Umwerfend, das Hong Kong Breitbild! Schön abgelichtet sind aber auch die Kleinigkeiten am Wegesrand – das „poppige“ Design der beiden Falter hat es mir angetan: Wie wär’s mit dieser Farbgebung auf einem Deiner Airbusse? „Flying Colours“…Alexander Calder und seine bemalte DC8 lässt grüssen….

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