Do not disturb

Nach meinem „hands on“  Training mit Trägerlandungen musste ich in Kalifornien natürlich der USS Midway einen Besuch abstatten. Also habe ich eine typisch amerikanische Karre, die auch im Film Top Gun nicht negativ aufgefallen wäre, herausgefasst und mich mit der 3,5 Liter-Rakete auf den Weg Richtung San Diego gemacht.

 

Dort angekommen wurde ich allerdings zuerst von der USS Makin Island, einem 2009 in Dienst gestellten, amphibischen Angriffsschiff der Wasp-Klasse, begrüsst. Der Harrier Träger lief gleichzeitig mit mir in den Hafen von San Diego ein.

Nach dieser Einstimmung betrat ich die 1945 in Dienst gestellte USS Midway, die im ersten Irakkrieg 1991, noch als Flaggschiff der US Navy im Einsatz war und seit 2004 als schwimmendes Museum in San Diego vor Anker liegt.

Natürlich interessierte ich mich vor allem für die ausgestellten Navy Flugzeuge. Von der Corsair und der SBD Dauntless aus dem 2. Weltkrieg bis zur Douglas A-1 Skyraider ist alles vertreten, was mit dem Propeller gewirbelt hat.

  

Mit der F9F Panther aus dem Koreakrieg, der in Vietnam eingesetzten F-4 Phantom und der A-4 Skyhawk, mit denen die Argentinier im Falklandkrieg mehrere britische Schiffe versenkten, sind aber auch viele historische Jets zu bewundern.

  

Auch die A-6 Intruder, die A-7 Corsair ll und die F-8 Crusader gehören mittlerweile zum alten Eisen.

  

Sogar die F14 Tomcat wurde 2006 asser Dienst gestellt. Mit der E-2 Hawkeye und der F/A-18 Hornet sind aber auch aktuelle Marineflieger ausgestellt.

 

Natürlich kommen auch Rotorköpfe auf ihre Rechnung. Eine echte Berühmtheit ist die Ausgestellte SH-3 Sea King. Die Maschine mit der Nummer 66 hat die Astronauten von Apollo 11 und 13 aus dem Pazifik geborgen. Aber auch für möchtegern Top Guns gibt es etwas…

Am besten hat mir aber die Arbeitshaltung der Navy Kopiloten gefallen, die muss ich mir echt zum Vorbild nehmen:

Dank eines gröberen Staus konnte ich das „easy going“ schon auf dem Rückweg üben.

Allerdings habe ich das Ganze wohl etwas übertrieben. Als ich nämlich so richtig gemütlich die Ausfahrt des Freeways hinunter tuckerte, fuhr mir ein Pickup Truck rechts vor und der Fahrer deutete mir die Scheibe herunter zu lassen. Kaum hatte ich dies getan, rief er mir zu: „Hey man, you drive like an old lady! It’s Friday evening and you have to make that baby run…“ Dieser Aufforderug konnte ich nicht widerstehen. Also so traten wir beide aufs Gas und meine Mundwinkel wurden mir nicht nur von der Beschleunigung nach hinten gezogen…

 

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2 Antworten to “Do not disturb”

  1. Steven Says:

    Als ehemaliger Student in SD (americas finest city) hätte ich Dir aber empfohlen noch ne Nacht zu bleiben und diese tolle Stadt zu genießen. Ist tausend Mal besser und schöner als LA

    Irgendwann ist im Frühherbst dort für ein Wochenende auch Miramar für alle Gäste gehöffnet. Du solltest danach mal im Internet schauen, ob Du zu dem Zeitpunkt vielleicht da bist. Ist unfassbar was man da alles zu sehen bekommt und was die Kampfjets alles können.

    VG STEVEN

  2. skypointer Says:

    Tja. Wenn der Aufenthalt länger wäre und wir nicht spätestens 12 Stunden vor Abflug zurück im Crewhotel sein müssten…

    Aber ich kenne SD auch noch aus meiner Studentenzeit. 3 Monate an der USIU direkt neben der Miramar Airbase, als dort noch Top Gun beheimatet war. Da lag auch der eine oder andere Besuch dort drin und das hat wohl meinen Entschluss Pilot zu werden nicht unwesentlich mitgeprägt…

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