Dranbleiben

Zur Zeit feiert die Schweiz 100 Jahre Aviatik. Deshalb findet morgen in Emmen ein grosses Flugmeeting statt. Auch das SWISS MAGAZINE feiert den Anlass in seiner derzeitigen Ausgabe mit der Titelgeschichte.

Da kann man von den grossen Helden der Schweizer Luftfahrt lesen. Von Edmond Audemars, Armand Dufaux, Ernest Failloubaz, René Grandjean oder François Durafour und wie diese tollkühnen Piloten in ihren fliegenden Kisten die ganze Schweiz in Staunen versetzten. Aber auch August Jucker und Oskar Bider, die Pioniere des Schweizer Passagier- und Postfluges, bleiben nicht unerwähnt. Genauso wenig wie die Ad Astra Aero Gründer Alfred Comte und Walter Mittelholzer oder Balz Zimmermann, der Gründer der Ur-Balair, die 1931 mit der Ad Astra zur Swissair verschmolzen wurde. Offenbar weil die Fliegerei schon damals ein Problem mit der Rentabilität aufwies…

Auch von Nelly Diener, der ersten Stewardess Europas, ist die Rede und davon wie sie zum Idol der damaligen Frauen wurde.

Dieser Rückblick auf die ruhmreiche Frühzeit der Schweizer Aviatik mit all ihren grossen Pionieren zeigt, dass damals die Luftfahrt in der Bevölkerung und der Presse äusserst angesehen war. Piloten wurden als Helden verehrt und Stewardessen waren Idole.

Wie tief sind wir doch – zumindest in den Augen der Presse – gesunken! Den besten Beweis dafür bietet die aktuelle Werbekampagne des Zürcher Tagesanzeiger, die schonungslos aufzeigt, mit wem wir heute gleichgestellt werden:

 

Ohne Chance jemals als Held verehrt zu werden, bleibt mir wenigstens noch die Hoffnung, dass die Aviatik sich  genauso lange und erfolgreich gegen all ihre Gegner behaupten kann wie das andere Business…

Dranbleiben!

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3 Antworten to “Dranbleiben”

  1. Martin Says:

    Apropos Nelly Diener:

    * Auch das ZRHwiki hat einen kurzen Artikel dazu: http://www.zrhwiki.ch/wiki/Nelly_Hedwig_Diener;

    * Und über diesen Artikel habe ich http://nelly.ch/ mit vielen Ressourcen zur Aviatik in der Schweiz (wieder) entdeckt! 🙂

  2. G! Says:

    Wenn Michèle Hunziker das als „drannääblibbe“ ausspricht, tönts zwar nicht besser, sieht aber gut aus 🙂

    Ansonsten bin ich noch auf deine „Ausrede“ gespannt, warum du den Tagesanzeiger liest…

    G!

  3. skypointer Says:

    Ich probiere es mal damit:

    Mann muss wissen was der Gegner denkt! 😉

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