Endlich Ferien

Was kriegt der Planungsroulette geplagte Kopilot seltener als eine Hong Kong Rotation? Was braucht mehr Vorbereitung als ein Check/Refresher? Was ist anstrengender als drei Nordatlantik Flüge in Folge? Was löst bei jedem Piloten mehr Hektik aus als ein Wechsel der Landebahn im Final Intercept? Und was ist teurer als Shopping am Rodeo Drive? Genau:

 

Ferien!

 

Es gibt also gute Gründe, warum unsere Firma versucht seine Piloten, wenn immer möglich, vor solcher Unbill zu bewahren. Dennoch hält sich das Gerücht hartnäckig, es komme ab und zu vor, dass ein Kollege eines Kollegen, dessen Name natürlich niemand kennt, Ferien erhalten haben soll.

 

Als Zeitgenosse, der sich einbildet den Realitätssinn noch nicht vollständig verloren zu haben, verwies ich solche Behauptungen bisher ins Reich der Hirngespinste. Dorthin also wo Elvis lebt und wo die Mondlandung erst in Zukunft stattfindet.

 

Und jetzt das! Jetzt bin ich der Kollege des Kollegen und ich kenne sogar meinen Namen! Anfänglich stand es zwar nur hellgrau auf weiss und damit gemäss unserer Firmennomenklatur nur preliminary, also nicht wirklich real. Imaginär sozusagen oder mathematisch korrekt i-Ferien. Aber am 27. Juli wurde mein Weltbild arg erschüttert! Seither steht es nämlich schwarz auf weiss in meinem Einsatz:

 

Ferien!

 

Ferien? Schon beginnen für den Ungeübten die Schwierigkeiten. Was macht man denn damit? Ah genau, man fliegt irgendwo hin wo es besonders schön ist. Doch Moment mal! Zu Hause ist es doch am schönsten. Und überhaupt: Fliegen? Wohl kaum. Wer nicht aus eigener Erfahrung weis, dass das Fliegen als Passagier dem Piloten schlecht bekommt, der kann beim Kollegen nff nachlesen warum dies so ist…

 

Nach einer mehrstufigen Entscheidungsfindung nach SPORDEC wurde schliesslich die alle befriedigende Lösung gefunden. Viel Sonne und Strand, viel Geschichte und Kunst, guter Wein und köstliches Essen, schöne Klamotten und chice Sonnenbrillen, beautiful People und nette Leute, Verwandte und Bekannte. Italianità.

 

Ferien.

 

PS: Wer nicht damit leben kann, dass mein Blog etwa drei Wochen Pause einlegt, dem lege ich die neuste Ausgabe des NNZ Folio ans Herz.

 

 

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7 Antworten to “Endlich Ferien”

  1. nff Says:

    GENIESSE ES!

  2. christoph Says:

    Dann wünsche ich schöne Ferien – ein paar Folio Seiten bleiben mir ja noch.

  3. Richi Says:

    Sonne & Strand, Geschichte und Kunst, Guter Wein…etc. Himmlisch! Italianità. Das optimale Kontrastprogramm zu Dante’s elektronischer Hölle.

    Wünsche entsprechend schöne Ferie…und danke für das NZZ Folio. An dem Knochen habe ich eine Weile zu nagen.

  4. Peter Says:

    Du setzt uns auf Entzug???
    Schöne Ferien!!!

  5. Fabian Says:

    Was hat denn Urlaub mit Aussetzen des Blogs zu tun?

    Schönen Urlaub

  6. skypointer Says:

    Nicht überall hat es Internet – auch wenn ich gerade einen Zugang gefunden habe…

    Vielleicht ist es auch besser, wenn ich nach einer Flasche Wein nicht mehr in die Tasten haue, da dann das Resultat vom gewohnten Standard abfallen könnte. 😉

  7. Richi Says:

    Das was du als „Abfall vom gewohnten Standard“ bezeichnest…dürfte wohl immer noch meilenweit (mindestens 15’000 Fuss)über dem sein, was an dürftigen Inhalten hier des öfteren im Internet vorzufinden ist!
    So ungefähr, in etwa…oder, wo die Blogkommentarschreiber-Promillegrenze angesiedelt ist, hat mir noch keiner erklärt.

    Wünsche weiterhin schöne Feríe, ob mit Internetzugang oder ohne.

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