Schweinereien im grossem Apfel

Die Schweinegrippe wird zwar, sobald die Medien eine andere Sau durch die Gassen treiben können, aus den Schlagzeilen verschwinden, aber zur Zeit hält sie sich hartnäckig auf den Titelseiten. Die USA scheint dabei langsam aber sicher Mexiko als das primäres Seuchenzentrum abzulösen und folglich ist es nur logisch, dass ich diesen Monat vorzugsweise zu Uncle Sam fliege. Schlimmer noch: ich wurde nach New York geschickt, in den Big Apple.

 

Eine kurze Google Suche mit den Stichworten „Schwein“ und „Apfel“ wird auch den grössten Skeptiker davon überzeugen, dass die Sau und das Kernobst eine ideale Kombination darstellen. Es finden sich nämlich unzählige Rezepte mit Schweinefleisch an Apfelsauce und man bemerkt auch schnell, dass die versauten Paarhufer dem Apfel als Nahrungsmittel durchaus nicht abgeneigt sind. Die Gefährdung meiner Gesundheit im grossen Apfel, in dem die schweinische Grippe grassiert, ist deshalb wohl offensichtlich.

 

Wer jetzt allerdings denkt ich laufe mit einer dieser saukomischen Gesichtsmasken durch die Gegend oder ich verkrieche mich im Hotelzimmer, der kennt mich schlecht. Um mich bestmöglich vor der pandemischen Schweinegrippe zu Schützen, habe ich nämlich viel subtilere Vorkehrungen getroffen. Wild entschlossen den Kontakt mit Schweinen zu meiden, habe ich mir heute Abend, zusammen mit meinem Kapitän, als Mitternachtssnack, ein Rindsfilet gegönnt und dabei haben wir, um ganz sicher zu gehen, unseren Gastrointestinaltrakt mit je einer halben Flasche köstlichem Rotwein (zum halben Preis) desinfiziert. Natürlich haben wir es dabei tunlichst unterlassen auf dem Tisch eine Schweinerei anzurichten und auch das Gespräch bewegte sich auf gepflegtem Niveau, um nicht Gefahr zu laufen, dass plötzlich einer beginnt versaute Witze zu erzählen.

 

Bevor ich nun aber total dem Sauglattismus verfalle, lege ich mich lieber schlafen, damit ich morgen einigermassen fit den New Yorker Wetterkapriolen trotzen kann. Nach dem sommerlichen Tag heute ist für morgen nämlich Sauwetter angesagt…

 

 

 

 

Advertisements

2 Antworten to “Schweinereien im grossem Apfel”

  1. nff Says:

    Also Du musst Dich nicht beklagen, schliesslich wolltest Du unbedingt in den Kern der Sache vordringen. NY Aufenthalte sind da halt der Preis dafür.
    Wenn man wie ich für Kerniges nicht geeignet ist, verweilt man lieber in Städten, wo die Hülle und die Haut im Mittelpunkt stehen. Manchmal hüllenlos und manchmal bare Haut. Beides ist nicht zu verachten.
    Vor dem Sauwetter musst Du Dich nicht fürchten. Der neue Wetterradar wird dich besser als Tamiflu vor Überraschungen schützen.

    Guten Flug vom Balkon aus wünscht

    nff

  2. skypointer Says:

    Du hast schon recht mit dem Wetterradar, den Hüllen und dem Kern. Das neue Ding ist so sensitiv im Erkennen der Kerne von Gewitterzellen, dass es diese sogar enthüllt, wenn sie auf Deiner Flughöhe gar nicht vorhanden sind…

    So kurven wir mit dem schönen neuen Flugi nachts um imaginäre Wolkentürme herum, während wir auf dem TCAS sehen wie nicht so gut ausgerüstete Kollegen ohne etwas zu sehen oder zu merken geradeaus durch die rötesten Echos fiegen – oder man schaltet den ganzen multifunktionalen multiscannenden Firlefanz aus und fliegt nach alter Väter Sitte mit konventionellem Radar…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: