Gastfreundschaft

Gastfreundschaft ist immer etwas schönes und wenn man selbst in deren Genuss kommt natürlich ganz besonders.

 

Da die Kabinenbesatzung im ach so gefährlichen Tel Aviv offenbar erheblich mehr gefährdet ist als wir vom Cockpit, müssen wir Piloten dort alleine in den Night Stop, während die Cabin Crew das heilige Land sofort wieder Richtung Heidiland verlässt. Deshalb beschränkt sich mein Aufenthalt in Israel meist auf ausschlafen, joggen am Strand und ein Tête à Tête mit dem Kapitän während eines frühen Nachtessens. Entsprechend hat dann auch mein Frei-Tag am letzten Freitag begonnen. Das romantische Dinner zu zweit sollte mir diesmal allerdings erspart bleiben, da mein Chef, mit einer Israeli verheiratet, mich zu einem Barbecue mit seiner Verwandtschaft einlud.

 

Wer mich kennt, der weis, dass ich einem kulinarischen Highlight nie abgeneigt bin und so war ich so frech die Einladung anzunehmen. Am späteren Nachmittag fuhren wir deshalb zum Haus der Schwägerin meines Kapitäns, wo ich, nach dem Genuss von Kaffee und Kuchen, diversen Verwandten vorgestellt wurde. Am Abend durfte ich mich dann an die grosse Familientafel setzen, um nach allen Regeln der Gastfreundschaft verwöhnt und verköstigt zu werden.

 

Dass Israel, als klassisches Land von Einwanderern, ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen ist, hat man auch an der mir Gastrecht gewährenden Familie gemerkt. Da wurden, nach einer kurzen Zeremonie, bei der Brot und Salz gereicht wurden, westliche Fleischspeisen und Grillgemüse mit marokkanischem Tabouleh und Hummus zu persischem Reis serviert. Ein wahrer Gaumenschmaus!

 

Nach einer kurzen Nacht war am Morgen um 2 Uhr 45 das Aufstehen allerdings eher mühsam und ich war froh, dass der Heimflug mit knapp vier Stunden recht kurz war…

 

Auf diesem Weg nochmals herzlichen Dank für die wirklich nicht selbstverständliche Gastfreundschaft.

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2 Antworten to “Gastfreundschaft”

  1. Markus Says:

    Ja, Israeli sind sehr gastfreundlich, auch zu Nicht-Juden, jedenfalls zu jenen, die nicht dauerhaft bleiben. Ich bin in Israel immer hin- und her-gerissen: Auf der einen Seite ein unglaublich rassistischer und extrem religiöser Staat, der alle Nicht-Juden diskriminiert, teilweise in Ghettos einsperrt und und und, auf der anderen Seite Freunde und Kollegen, mit denen man ein gutes Verhältnis pflegt, und froh ist, nicht ihre unmenschliche Seite erdulden zu müssen.

  2. skypointer Says:

    Wenn Extremisten den Lauf der Ereignisse bestimmen wird es immer ungemütlich und es gibt auf allen Seiten nur Verlierer. Leider verhält es sich im Israel-Palestina Konflikt genau so, obwohl auch dort die meisten Menschen dort nur in Frieden Leben möchten…

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